AtemschutznotfalltrainingANT

Warum eigentlich Notfalltraining?

Jeder Einsatz unter Atemschutz stellt die Geräteträger vor eine körperliche sowie seelische Herausforderung. Die bei diesen Einsätzen auftretenden Gefahren sind allen Einsatzkräften durchaus bewusst. Daher wird in der Feuerwehr-Dienstvorschrift 7 mindestens ein Sicherheitstrupp für die unter PA vorgehenden Einsatzkräfte gefordert. Dessen Ausrüstung und Ausbildung wird allerdings nicht näher beschrieben.
Dabei sind die Aufgaben des Sicherheitstrupps im Einsatzfalle als schwieriger zu bewerten, als die des Angriffstrupps !

Der Sicherheitstrupp soll...

  • Den/die verunfallten Geräteträger systematisch suchen und auffinden können
  • Erstversorgung durchführen
  • Eine Crashrettung durchführen können
  • Die Atemluftversorgung sicherstellen können
  • Technische Befreiung aus einer Zwangslage leisten
  • Transport von Verletzten durchführen können
  • Angriffs- und Rettungswege kennzeichnen
  • Unter Stress arbeiten
  • Bei unklarer Lage agieren und die Notfallsituation sicher beherrschen

Für diese Aufgaben ist eine umfassende zusätzliche Ausbildung aller Geräteträger erforderlich.
Zudem sind draußen unterstützende Vorbereitungen für den Sicherheitstruppeinsatz zu treffen!

Das Training

Das Training besteht aus einem theoretischen und einem praxisbezogenem Teil. Dabei werden zunächst die verschiedenartigsten Ursachen von PA-Unfällen erläutert, sowie daraus Erkenntnisse für die tägliche Einsatzpraxis abgeleitet.
Die Ausbildung richtet sich an alle PA-Träger und/oder Führungskräfte.
Sämtliche Handgriffe und Tätigkeiten werden bei Nullsicht und unter Stress ausgeführt.
Die Atemschutznotfalltrainings beinhalten dabei folgende Lehrinhalte:

  • Ursachen von PA-Unfällen, theoretische Grundlagen
  • Aufbau und Einsatz eines Sicherheitstrupps
  • Einsatzgrenzen
  • Verschiedene Suchtechniken
  • Auffinden und Befreien von verunfallten PA-Trägern
  • Sicherstellen der Atemluftversorgung (verschiedene Möglichkeiten)
  • Möglichkeiten der Crashrettung
  • Transport von verletzten PA-Trägern
  • Vorstellung technischer Rettungsgeräte
  • Erörtern von Möglichkeiten zum Erzeugen technischer Rettungspakete mittels Standardbeladung
  • vieles mehr....

Das Itzehoer Atemschutznotfalltraining (ANT) kann von allen interessierten Feuerwehren und Hilfsorganisationen in Anspruch genommen werden. Die Inhalte der Ausbildung werden dann individuell nach Bedarf abgestimmt.
Die auf dieser Seite vorgestellten Methoden und Trainingsbausteine sind dabei exemplarisch und können je nach Bedarf für die einzelnen Trainings variieren. Zudem ist die Ausbildung auch über den Kreisfeuerwehrverband Steinburg zu buchen.

Die Trainer

Das Ausbilder-Team besteht aus fünf aktiven Feuerwehrkameraden, von denen jeder über mindestens zehn Jahren Erfahrung im Atemschutzeinsatz verfügt. Und dieses sowohl als aktiver Atemschutzträger, als auch in der Funktion des Einheitsführers im Atemschutzeinsatz.
Nach entsprechender Weiterbildung, u.A. durch die Berufsfeuerwehr Hamburg, wurde im Februar 2007 die Fachgruppe Atemschutz Notfall Training gegründet und am 10.03.2007 das erste ANT auf der Feuerwache Itzehoe durchgeführt. Im weiteren Verlauf steht seit dem Jahre 2009 das Atemschutznotfalltraining auch als Ausbildung auf Kreisebene in einem extra dafür geschaffenen Seminar den Wehren des Kreies Steinburg zur Verfügung.

Durch die langjährige Tätigkeit als Ausbilder in verschiedenen Feuerwehren sind Sie es gewohnt, vor Publikum zu sprechen und Ihr Wissen in Ausbildungsveranstaltungen "an den Mann" zu bringen.

Kontakt

Trainings erfolgen nach vorheriger Terminabsprache. Sie erreichen uns unter dieser E-Mail Adresse. Termine für Kreisausbildungen bitte jedoch über das Lehrgangsbüro des KFV-Steinburg abstimmen.

Als mindestens erforderliche Trainingseinheit ist ein theoretischer Schulungsabend und eine Sonnabendsausbildung vorgesehen. Der individuelle Trainingsbedarf kann je nach Anforderung jedoch variieren und wird stets im Vorwege ermittelt.

Bilder von Trainings:

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